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Vorhersagen & Wetten zur Fußball WM

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Deutschland in Gruppe G der Gejagte – ein Porträt


Das Glück der Deutschen Fußballnationalmannschaft, gewöhnlich bei Auslosungen aus den Töpfen Zwei, Drei und Vier die einfacheren Gegner zugelost zu bekommen, ist scheinbar aufgebraucht. Serbien, Ghana und Australien 2010, Ecuador, Polen und Costa Rica 2006, Saudi Arabien, Irland und Kamerun 2002, und dazu die 1998er Gruppe mit den USA, Jugoslawien und dem Iran. Das ist Geschichte. Die drei Gegner, mit denen es die DFB-Elf diesmal zu tun bekommt, sind nicht nur für sich allein knackiger als bei Weltmeisterschaften zuvor, sondern auch als Gruppe schwieriger, da es drei völlig verschieden Spielstile sind, mit denen man es zu tun bekommt. Favorit ist Deutschland natürlich, gerade auch auf den Aufstieg, doch so klar wie bei den zurückliegenden Weltmeisterschaften ist die Lage keineswegs.


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Wo die Konkurrenz herkommt

Mit Portugal hat das DFB-Team einen Gegner auf Augenhöhe erwischt, einen der stärksten möglichen aus dem zweiten Topf. Das Team, das längst nicht nur aus Superstar Cristiano Ronaldo besteht, wurde von Paulo Bento in der Qualifikationsgruppe auf Platz Zwei hinter Russland gecoacht und setzte sich in der Barrage gegen Schweden durch. Schweden wiederum war das einzige Team, das Deutschland in der Qualifikation einen Punkt abtrotzen konnte, und zwar beim legendären 4:4 in Stockholm.

Ghana hat sich in der Afrikanischen Sektion der Qualifikation zunächst gegen Sambia, Lesotho und den Sudan durchgesetzt. Danach ging es in der Barrage gegen Ägypten, das von den Black Stars zu Hause mit 6:1 abgefrühstückt wurde. Das 1:2 in Ägypten war danach eine reine Formalität für Akwasi Appiahs Mannen.

Die USA schließlich gewann die CONCACAF-Qualifikation souverän vor Honduras und Costa Rica. Das viertplatzierte, eigentlich favorisierte Team von Mexiko schaffte es über die Barrage noch zur WM, kassierte von Jürgen Klinsmanns US-Boys aber eine empfindliche 0:2-Schlappe.

Wer für die Konkurrenz wichtig ist

Portugal wird oftmals nur auf den vom Flügel- zum Mittelstürmer konvertierten Cristiano Ronaldo reduziert. Mit Miguel Veloso (Dynamo Kiev), Raul Meireles (Fenerbahce Istanbul) und Joao Moutinho (AS Monaco) verfügen sie über ein dichtes, energiereiches Mittelfeld. Flügel Nani von Manchester United verdient eine spezielle Erwähnung. Die Abwehr rund um die Real Madrid Stars Pepe und Fabio Coentrao ist extrem stabil.

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Ghanas Stärke liegt in der Offensive. Kapitän Asamoah Gyan vom Emirate-Klub Al-Ain wird aus einem massiven Mittelfeld, das von der italienischen Achse geleitet wird: Mickael Essien, Sulley Muntari und Kwadwo Asamoah, dazu noch Schalke 04s Allrounder Kevin-Prince Boateng und dem bei Rubin Kasan unter Vertrag stehenden Flügeltalent Mubarak Wakaso.

Das Team der USA verfügt nicht über herausragende Stars. Solche Gedanken lässt Trainer Jürgen Klinsmann erst gar nicht aufkommen. Dennoch wird die Fitness und Form von Veteranen wie Landon Donovan, Clint Dempsey und Jozy Altidore große Bedeutung haben – ebenso wie die Frage, wer von den beiden Premier League Goalies Tim Howard (Everton) und Brad Guzan (Aston Villa) den Vorzug bekommt – und ob derjenige dann sein Bestes bieten kann.

Geschichte

Deutschlands Bilanz ist gegen diese Teams natürlich alle samt positiv. Portugal unterlag 2006 im Spiel um Platz Drei, eliminierte wurde das Team 2008 bei der EM in Österreich und 2012 bei der EM in der Ukraine ebenso.

Ghana kassierte 2010 in Südafrika eine 0:1-Niederlage als einziges relevantes Ergebnis.

Die USA hingegen verlor zwar drei der letzten vier Partien, doch im Juni 2013 gelang Jürgen Klinsmann zum 100. Jubiläum des Verbandsbestehens ein 4:3-Sieg gegen Deutschland. Clint Dempsey war zwei Mal erfolgreich, Jozy Altidore machte einen Treffer und Marc Andre Ter Stegen verblüffte jeden, inklusive sich selbst mit einem Eigentor, dass er immer noch zu vergessen hofft.

Spielplan

Das Losglück will es, dass Deutschland zum Auftakt am 16. Juni in Salvador gegen Portugal antritt. Danach geht die Reise nach Manaus, wo am 21. Juni das Spiel gegen Ghana auf dem Programm steht. Am 26. Juni und etliche Flugmeilen später geht es dann in Recife gegen die USA. Wenn die USA zu diesem Zeitpunkt noch die rechnerische Chance auf den Einzug ins Achtelfinale hat, wird das eine ganz heiße Kiste. Die Flugbelastung tut ihr übriges. 5472 Kilometer kommen vom Deputado Luiz Eduardo Magalhães Airport in Salvador zum Eduardo Gomes International Airport in Manaus und zurück zum Guararapes – Gilberto Freyre International Airport nach Recife für drei Spiele zusammen, dazu kommen unterschiedliche Zeit- und Klimazonen: Honigschlecken sieht anders aus im Riesenstaat Brasilien.

Die Erwartungen

Was die deutsche und die Weltöffentlichkeit angeht, so würde sich Deutschland bei einem Ausscheiden selbst eine massive Blamage zufügen. Die Wettanbieter müssten bei einem frühen Exitus des Mitfavoriten (Quote: 6,00 bis 6,50) allenfalls große Neuberechnungen für den Rest des Weltmeister-Weges anstellen. Für den Aufstieg aus der Gruppe sehen die Bookies die DFB-Elf als eindeutigen Favoriten an. Der Gruppensieg zahlt um 1,50, der Aufstieg bringt gerade mal die Einsätze und Spesen herein.

Für einen Einzug ins Viertelfinale geben die Anbieter auch noch keine großartigen Summen zurück: 1,35 bis 1,50 lautet die Quote. Beim Halbfinale wird der Spread mit 1,90 bis 2,20 langsam wirksam, und der Finaleinzug ver-3,0facht bis ver-3,5facht den Einsatz.

Die Gefahr

Die Quoten sind niedrig bis fast unattraktiv, wenn man von den besten Elf, die Jogi Löw bringen könnte, ausgeht. Doch wird das möglich sein? Die Torjäger Miroslav Klose und Mario Gomez plagen sich bei ihren italienischen Klubs Lazio Rom und Fiorentina genauso mit Verletzungen herum wie Real Madrids Sami Khedira und Bayern Münchens Holger Badstuber. Dabei steht nicht nur die Frage im Raum, ob die Spieler es bis zur Deadline überhaupt in den Kader schaffen, sondern auch, ob dann die fehlende Matchpraxis hier ein Handicap darstellt. Andere, wie die Bayern-Achse Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Toni Kroos oder Per Mertesacker, Lukas Podolski und Mesut Özil von Arsenal London haben noch einige harte Matches vor sich, um den Champions League-Titel oder die Teilnahme an derselben im nächsten Jahr zu sichern. Insgesamt gibt es in Deutschland ein großes Feld an Topspielern, doch die Creme de la Creme musst den vielen Matches schon einiges an Tribut zollen.

Fazit

Deutschland ist nach wie vor als topgesetztes Team Favorit, ist aber vom Status als „Bank“, den man bei den letzten WMs noch inne hatte, ein gutes Stück entfernt.